Souverän durch Hybrid
Digitale Abhängigkeiten schweben seit Jahren wie ein Damoklesschwert über deutschen und europäischen Unternehmen. Die neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Geopolitik verändern nur den Blick darauf: Früher ging es um Datenschutz, heute um Resilienz. Damit die gewahrt bleibt, sind auf verschiedenen Ebenen IT-Entscheidungen zu treffen. Hubert Mayr von der Microsoft-Lizenzberatung VENDOSOFT erklärt, welche Rolle M365 dabei spielt.
Die Kehrseite des Cloud-Hypes
In den vergangenen Jahren haben Betriebe ihre IT konsequent in Richtung Cloud entwickelt. Das war oftmals ein sinnvoller Schritt. Nur hat er Abhängigkeiten geschaffen, die sich heute auf die Sicherheit, Compliance und Wirtschaftlichkeit der Organisationen auswirken. Ein Umdenken in Bezug auf zentrale IT-Plattformen registriert der Microsoft Partner VENDOSOFT seit gut einem Jahr. „Mittelständische und große Unternehmen hinterfragen stärker, wo ihre Daten liegen und wer im Zweifelsfall darauf zugreifen kann“, stellt Hubert Mayr vom Österreichischen Büro in Innsbruck fest. Ein großes Erwachen lösen ihm zufolge auch die Lizenzgebühren aus. „Wir werden immer öfter nach der langfristigen Kostenentwicklung für Cloud-Dienste gefragt“, berichtet er. Budgetplanbarkeit und Investitionsspielräume leiden spürbar unter den Preiserhöhungen.
Hybrid hat viele Vorteile
„VENDOSOFT war nie ein Verfechter des Cloud-only-Hypes“, sagt Hubert Mayr. „Vielmehr predigen wir seit Jahren, dass M365 nicht die alleinige Option sein sollte!“ Die Beratung der Microsoft-Experten gibt hybriden Modellen den Vorrang und kombiniert Cloud-Dienste mit günstigen Gebrauchtlizenzen. Gerade im Microsoft-Umfeld lassen sich so mehrere Ziele gleichzeitig erreichen: Sensible oder langfristig gespeicherte Daten können sicher in eigenen Rechenzentren betrieben werden. Auf Kollaborations-Tools und flexible Arbeitsumgebungen muss dabei niemand verzichten. Das spart jährlich nicht nur zehn- bis hunderttausende Euros an Lizenzgebühren, sondern hat einen weiteren Vorteil: Mit eigenen Infrastrukturen können Unternehmen und Behörden ihre Abhängigkeiten gezielt steuern. Hybride Microsoft-Lizenzierung, wie VENDOSOFT sie empfiehlt, sieht so viel Kontrolle vor wie möglich – und die Cloud nur dort, wo sie tatsächlich Mehrwert bringt.
Lizenzstrategie ist Digitalstrategie
Microsoft bietet ein sehr viel breiteres Band an Lizenzierungsmöglichkeiten als es viele IT-Verantwortliche und -Berater auf dem Schirm haben: von klassischen Volumenlizenzen (die gebraucht gekauft besonders budgetschonend sind!) bis zu den abonnementbasierten Cloud-Plänen. Jede Variante für sich ist komplex, ihre Kombination nicht minder. „Hier ist das umfassende Lizenzwissen von VENDOSOFT wohl einmalig. Denn welche Kombination aus Cloud und On-Premises sinnvoll und möglich ist, hängt stark von Nutzung, Infrastruktur, wirtschaftlichen Zielen und den Lizenzbestimmungen des Herstellers ab. VENDOSOFT analysiert bestehende Software-Assets und entwickelt darauf aufbauend maximal günstige Szenarien – mit maximaler Datenhoheit.
„Viele Unternehmen unterschätzen, wie stark Lizenzentscheidungen ihre Unabhängigkeit beeinflussen“, sagt Hubert Mayr. „Dabei entscheidet sich genau hier, wie flexibel, sicher und bezahlbar eine Infrastruktur langfristig bleibt.“
Wahlfreiheit für Unternehmen
Parallel zu seiner holistischen Lizenzexpertise erweitert VENDOSOFT sein Portfolio – und bietet zukünftig auch Open-Source-basierte Lösungen als Ergänzung zu bestehenden Microsoft-Umgebungen. Der Anspruch bleibt derselbe: wirtschaftlich tragbare, lizenzrechtlich belastbare und strategisch durchdachte IT-Modelle zu entwickeln.
Neue Schwerpunkte entstehen auch in den Bereichen Adobe-Lizenzierung, Virtualisierung und Security. Das Ziel: Unternehmen sollen entscheiden können, wie viel Bindung sie eingehen wollen – und wie viel Unabhängigkeit sie brauchen.
Veröffentlicht in der Ausgabe 04/2026 der ITWelt.at.